Archiv der Kategorie: Wissenstransfer

Theorie-Lesezirkel der RGK & des RGZM

Die Römisch-Germanische Kommission des DAI und das Römisch-Germanische Zentralmuseum laden zum gemeinsamen Theorie-Lesezirkel am 13. November an das RGZM nach Mainz ein. Dieses Mal wird folgender Text diskutiert:


Doris Bachmann-Medick (2014). From Hybridity to Translation: Reflections on Travelling Concepts. The Trans/National Study of Culture: A Translational Perspective (pp. 119–136). https://doi.org/10.1515/9783110333800.119


Begriffe und Konzepte werden in den Archäologien gern fest definiert und festgezurrt. Der Drang nach vermeintlich theoretischer Sicherheit ist aber trügerisch, denn um für spezifische Fragestellungen und Probleme hilfreich zu sein, sollten Konzepte gerade flexibel bleiben. Darauf wird mit der Idee der Travelling Concepts verwiesen. Die Kulturwissenschaftlerin Doris Bachmann-Medick entwickelt am Beispiel des Konzeptes der Hybridität diese Vorstellung weiter. Statt auf das Wandern von Konzepten legt sie ihren Fokus auf die zahlreichen Übersetzungen zwischen den Disziplinen.



Der Theorie-Lesezirkel der RGK & des RGZM richtet sich vor allem an junge Wissenschaftler*innen und bietet ihnen die Gelegenheit, sich intensiv mit zentralen Texten auseinanderzusetzen. Uns interessieren besonders die derzeit auch in den Altertumswissenschaften viel diskutierten Themen Zeit, Raum, Identitäten, Wissen, Praktiken und materielle Kultur. Anhand der Lektüre zentraler Texte und deren Diskussion werden theoretische und methodische Überlegungen vertieft und kritisch reflektiert.

Interessent*innen wenden sich bitte an lesezirkel.rgk(at)dainst.de.


13.11.2019, 17:00 – 19:00 Uhr

RGZM | Römisch-Germanisches Zentralmuseum
im Kurfürstlichen Schloss
Ernst-Ludwig-Platz 2
55116 Mainz

Ringvorlesung: „Lebendig oder tot, gesund oder krank? Der menschliche Körper in vormodernen Kulturen“


Organisation: Univ.-Prof. Dr. Tanja Pommerening und Univ.-Prof. Dr. Jochen Althoff


Was unterscheidet einen lebendigen von einem toten Körper, was einen gesunden von einem kranken? Was zunächst banal klingt, ist alles andere als einfach zu bestimmen, weder heute, noch in vormodernen Kulturen. Welche Eigenschaften sorgen dafür, dass wir einen Körper als „krank“ oder „gesund“ wahrnehmen und anhand welcher Merkmale wird ein Körper als tot oder lebendig betrachtet?

Diese und zahllose andere Fragen bewegen die Menschheit seit Jahrtausenden. Es bildeten sich verschiedene Konzepte und Praktiken mit Bezug zum menschlichen Körper heraus, die anhand von Texten und archäologischen Zeugnissen rekonstruierbar sind.

Ziel der Ringvorlesung ist es, Konzepte vom menschlichen Körper mit Blick auf die oben genannten Fragestellungen zu fassen. Dabei werden Konzepte und Praktiken von ausgewählten vormodernen Kulturen des Mittelmeerraums (Mesopotamien, Ägypten, die griechisch-römische Antike, das Mittelalter in Ost- und Westeuropa) und Gesellschaften, die mit diesen nicht in Kontakt standen, gegenübergestellt.

Damit die Fragestellung sich nicht in allzu viele Facetten aufsplittert, soll untersucht werden, wie man den lebendigen, ordnungsgemäß funktionierenden Körper im Gegensatz zum kranken und toten Körper auffasste und ob überhaupt immer Dichotomien feststellbar sind. Hierfür sind überlieferte Texte und archäologische Zeugnisse aussagekräftig. Metaphern und Metonymien für den Zustand des Lebens und des Todes sowie Bezeichnungen für den menschlichen Körper oder Leichnam können Aufschluss über bestehende Konzepte geben. Hier kann auch die Frage erörtert werden, wie und woraus ein Körper entsteht und wie und ab wann er als lebendig gilt. Die Abgrenzung des lebenden vom toten sowie des gesunden vom kranken Körper lässt sich auch über einzelne Körperfunktionen erfassen. Was muss ein Körper leisten können, damit er als lebendig oder als gesund gilt? Aus religiösen Texten Ägyptens wird z.B. deutlich, dass das Zusammenfügen der einzelnen Körperglieder und das sog. Mundöffnungsritual elementare Bestandteile für ein Weiterleben im Jenseits sind. Damit wird das schwierige und paradoxe Problem eines „Weiterlebens“ eines eigentlich toten Körpers aufgeworfen, das in vielen Kulturen thematisiert wird. In Text und Bild belegte Dysfunktionalitäten (Verlust der Sinne, der Beweglichkeit, der Kraft) sollen beleuchtet und deren Beitrag zum Konzept eines lebendigen und gesunden oder toten bzw. kranken Körpers untersucht werden.

Idealerweise wird am Ende der Vorlesungsreihe besser erkennbar, welche spezifischen Vorstellungen und Konzepte einzelne Kulturen entwickelt haben und welche Elemente vielleicht universal verbreitet sind.

Ort der Veranstaltung:

P11 (Philosophicum)

Jakob-Welder-Weg 18

55099 Mainz



EINLADUNG zum Tag der offenen Werkstätten

Am 10. November öffnen wir zum letzten Mal an diesem Standort die Türen unserer Restaurierungswerkstätten und Laboratorien. Wenn es Sie schon immer interessiert hat, was mit archäologischen Funden passiert, bevor sie in die Ausstellung kommen, sind Sie herzlich willkommen. Von 10 – 18 Uhr lassen sich die Restauratorinnen und Restauratoren »über die Schulter schauen«. Sie demonstrieren ihre Arbeitstechniken, führen herstellungstechnische Experimente durch und stehen bei Fragen jederzeit zur Verfügung.

Es präsentieren sich die Restaurierungswerkstätten für Eisen- und Buntmetallrestaurierung, Edelmetall, Glas, Keramik, Abformung und Kolorierung sowie die Nassholzkonservierung. Zudem werden die zeichnerische, digitale und fotografische Dokumentation sowie die Archäometrie-Laboratorien und das Studium »Archäologische Restaurierung« (dualer Bachelor-Studiengang) vorgestellt.

Die Veranstaltung findet in den Werkstätten des RGZM (Gebäude neben dem Kurfürstlichen Schloss) statt.

10.11.2019, 10:00 – 18:00 Uhr

RGZM | Römisch-Germanisches Zentralmuseum
im Kurfürstlichen Schloss
Ernst-Ludwig-Platz 2
55116 Mainz

Der Eintritt ist frei!



Einladung zum Fachkolloquium

Wirtschaftsaspekte in Spätantike und Frühmittelalter Warenversorgung – Handelskontakte – Chronologieprobleme

Betrachtungen zu Wirtschaftsräumen und ihren vielschichtigen funktionalen
Verflechtungen entwickeln sich für die Forschung zu außergewöhnlich
effektiven Möglichkeiten, um Rückschlüsse auf den in der Vergangenheit auftretenden überregionalen Handel und zudem auf die sozio-ökonomischen und historisch-kulturellen Lebensumstände der Menschen in ihrem jeweiligen Umfeld und Wirtschaftsgefüge abzuleiten.
Dieser Eindruck wurde im Rahmen der jüngst von der Forschungsstelle Kaiserpfalz in Ingelheim und dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum eingegangenen Kooperation bei einem im November 2018 in Ingelheim durchgeführten interdisziplinären Fachkolloquium erneut deutlich vor Augen geführt. Die dort vorgestellten Beiträge widmeten sich für die Zeiträume der römischen Antike und des Mittelalters den Themenschwerpunkten Siedlungsräume – Wirtschaftsregionen – Machtzentren. Hierbei wurden die Verknüpfungen und die Wechselwirkungen dieser Hauptaspekte immer wieder präsent. Das damals gewonnene Bild soll nun bei einem zweiten, wieder von beiden Institutionen in Kooperation mit dem Arbeitskreis Pfalzenforschung Aachen-Ingelheim ausgerichteten Fachkolloquium erweitert und vertieft werden.


In Mayen wird verstärkt auf Wirtschaftsaspekte und Handelsfragen eingegangen. Sowohl die Versorgung von städtischen Ansiedlungen mit Waren als auch jene von ländlichen Räumen oder kleineren Siedlungseinheiten aus den Produktionsstätten werden thematisiert.
Neben der Keramik sind hierbei auch Ausführungen zu anderen Materialgruppen
wie etwa Glas oder Metall vorgesehen. Gerade für das 5. wie auch das 8. Jahrhundert bestehen bis in die heutige Zeit bei der chronologischen Ansprache von Funden und Befunden Probleme. Oft liegen die Datierungen von vergleichbarem Fundgut weit voneinander entfernt. Dieser Teilaspekt wird in den Referaten als Diskussionsbasis angesprochen.

Eine Teilnahmebestätigung senden Sie bitte bis zum 11. November 2019
an folgende Adressen:
Matylda.Gierszewska-Noszczynska@ingelheim.de
Grunwald@rgzm.de

Entziffern, Erschließen, Erhalten

Akademienprogramm und Kleine Fächer im deutschen Wissenschaftssystem

Zeit22. November 2019
10 – 17.30 Uhr
Ort Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz


Aufgrund seiner wissenschaftlichen Schwerpunktsetzung besitzt das Akademienprogramm überragende Bedeutung für die sogenannten ›Kleinen Fächer‹. Besonders gilt das für den Bereich der Altertumswissenschaften und der historischen Grundwissenschaften. Dazu gehören auch jene Disziplinen, die sich mit der Entzifferung, Dokumentation, Edition und Analyse umfangreicher, noch unzureichend erforschter Textkorpora und ihrer Schriftsysteme oder der umfassenden lexikalischen Erschließung außereuropäischer Sprachen und Kulturen befassen. Die Entwicklung von Fächern wie Ägyptologie, Altamerikanistik, Altorientalistik, Arabistik, Mediävistik oder Indologie, in denen deutsche Forschungsstandorte weltweit führend sind, wurde wesentlich durch das Akademienprogramm geprägt. In den Kleinen Fächern, die sich durch eine kleine Zahl universitärer Standorte und geringe personelle Ressourcen auszeichnen, entwickeln Langfristvorhaben nicht selten systemische Bedeutung.

Dieses Profil des Akademienprogramms beschränkt sich nicht auf Fragestellungen und Forschungsgegenstände im deutschen Sprachraum; vielmehr widmen sich die Vorhaben unterschiedlichsten Kulturen und Sprachen weltweit und tragen so in vielfältiger Weise zur Erhaltung und Erschließung des kulturellen Erbes der Menschheit bei. Die Konferenz ›Entziffern, Erschließen, Erhalten‹ richtet den Blick auf das Zusammenwirken von Akademienprogramm und universitärer Forschung und Lehre im Bereich der Kleinen Fächer. Expertinnen und Experten aus den Kleinen Fächern, aus Hochschulforschung, Wissenschaftspolitik und Wissenschaftsverwaltung analysieren die gegenwärtige Situation und entwickeln Perspektiven für die künftige Entwicklung des Akademienprogramms mit Blick auf die große Leistungsfähigkeit Kleiner Fächer im deutschen Wissenschaftssystem.

ASYUT’S FOURTEEN Rahmenprogramm

15.10.2019

Ausstellungseröffnung
29.11.2019

Thementag

“#explorer4aday: Mehr als Pyramiden, Pharaonen und Mumien –
Alltag in der Ägyptologie“

im Rahmen der HRK Kleine Fächer-Wochen

18:15 Uhr, Hörsaal P1 und Schule des Sehens, Campusgelände,
Jakob-Welder-Weg 18
55128 Mainz

HOMEPAGE
16.12.2019

Gastvortrag

Mohamed Moustafa Al-Shafey B. A.
(Ministry of Antiquities, Al Mansoura)

“Recent Discoveries in Tell el-Farkha
(Ghazala, Egypt)“

14-19 Uhr, Schule des Sehens und
Philosophicum (Flur vor P2-5), Campusgelände,
Jakob-Welder-Weg 18
55128 Mainz

Fachgebiet Ägyptologie
14.01.2020

Vortrag

Univ.-Prof. Dr. Ursula Verhoeven-van Elsbergen
 (JGU Mainz)

“‘Gekommen um die schönen Tempel zu sehen’ –
Von Menschen, Tieren und Göttern in
Assiut zur Zeit des Neuen Reiches“

18:30 Uhr
Atrium maximum (Alte Mensa),
Campusgelände JGU Mainz

Freundeskreis Ägyptologie und 
Fachgebiet Ägyptologie
27.01.2020

Gastvortrag

Chiori Kitagawa M.Sc. (Berlin)

“Environment and human activities in ancient Egypt:
case studies on Asyut and Qantir“

18:15 Uhr
Raum 00-309
Hegelstr. 59
55122 Mainz

Fachgebiet Ägyptologie

ASYUT’S FOURTEEN

Die Ausstellung ASYUT’S FOURTEEN berichtet über die Arbeiten und Ergebnisse von 14 archäologischen Feldkampagnen nahe der mittelägyptischen Stadt Assiut, die im Zeitraum von 2003 bis 2019 im Rahmen eines DFG-Langzeitvorhabens der Freien Universität Berlin und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Kooperation mit der Universität Sohag stattfanden.

Kurzfilme und andere Bild- und Textmedien erläutern die Entdeckung und Analyse unbekannter Felsgräber, tiefer Schächte, spannender Inschriften, zahlreicher Graffiti, aber auch von Tiermumien, Statuetten und Keramik. Da alle Funde in Ägypten verbleiben müssen, ergänzen Abgüsse von altägyptischen Originalen aus der Mainzer Ägyptologischen Studiensammlung die Themen der Ausstellung.
Kuratorinnen der Ausstellung sind Univ.-Prof. Dr. Ursula Verhoeven-van Elsbergen, Dr. Andrea Kilian und Dr. Monika Zöller-Engelhardt vom Institut für Altertumswissenschaften | Ägyptologie der JGU Mainz.

Dank für Unterstützung gebührt vor allem der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Schule des Sehens der Universitätsbibliothek Mainz sowie dem Freundeskreis Ägyptologie an der JGU Mainz e. V.

Eröffnung: 15.10.2019, 18:15 Uhr in Hörsaal P1, Philosophicum, Jakob-Welder-Weg 18, Mainz

Öffnungszeiten: 16.10.–19.12.19 & 07.01.–30.01.20
Di & Mi 12–14 Uhr
Do 17–19 Uhr
Gerne können auf Anfrage Gruppenführungen zu Sonderterminen vereinbart werden.

#explorer4aday und #explorer4aweek

Die Hochschulrektorenkonferenz hat im Rahmen der Kleine Fächer-Wochen den Mainzer Antrag „Alltag in den Kleinen Fächern der Altertums- und Geschichtswissenschaften“ bewilligt. Ziele, Inhalte und Infos sind über die Webseite https://www.explorer4aday.de, auf Instagram und Twitter über #explorer4aday #explorer4anight und #explorer4aweek abzurufen.

Die Auftakt-Veranstaltung findet am 24. Oktober 2019 ab 18:00 Uhr unter dem Motto „#explorer4anight – Auf den Spuren alter Kulturen“ im Museum für Antike Schifffahrt des RGZM in Mainz statt. Der Eintritt ist frei.

Weitere 8 spannende Veranstaltungen warten in nächsten 6 Monaten auf zahlreiche neugierige Besucher*innen.

Tagung “Sekundäre Nutzung”, 16.-18. Februar 2017

Tagungsbericht

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Die Tagung „Zwischen Pragmatismus und Inszenierung? Zur sekundären Nutzung von Objekten, Orten, Räumen und Landschaften in prähistorischen und antiken Gesellschaften“ konnte als erste gemeinschaftlich organisierte Tagung des „Verbundes Archäologie Rhein-Main“ (VARM) vom 16.-18. Februar 2017 in Frankfurt am Main stattfinden.[1]

Die einführenden bzw. ausblickenden Vorträgen hielten Prof. Dr. A. Lindenlauf (Bryn Mawr), Prof. Dr. H.P. Hahn (Frankfurt a.M.) und Prof. D. Fontijn (Leiden), welche sich mit der Thematik sekundärer Nutzungen bereits ausführlich befasst haben. Während A. Lindenlauf sehr anschaulich die Forschungsgeschichte und grundlegenden Konzepte darlegte, die bis in die 1970er Jahre hinein reichen, diskutierte H.P. Hahn vor allem die Problematik um den Begriff der „Objektbiografie“, mit dem Tenor, dass ein Ding eben nicht wie ein Lebewesen eine Biografie haben könne. D. Fontijns Vortrag legte am Ende seine Überlegungen für eine Einbindung der Praxis sekundärer Nutzungen im Rahmen einer „circular vs. destructive economy“ im Sinne einer Verwertungsgesellschaft dar und lieferte damit den Ausblick in die folgende Abschlussdiskussion.

Zuvor referierten insgesamt 21 Sprecher – teils aus dem europäischen Ausland – an eineinhalb Tagen über Fallbeispiele aus ihren eigenen Forschungen zur Themenstellung. So spannten sich die Vorträge zeitlich vom Altneolithikum bis in das Frühmittelalter und vom Vorderen Orient bis nach Nordeuropa. Inhaltlich waren die Vorträge zu den Oberthemen „Architektur und Stadtraum“, „Objekte und Bildwerke“ bzw. „Landschaft“ geordnet, wobei die landschaftlichen Aspekte vor allem in der prähistorischen Archäologie bereits stark diskutiert wurden, häufig in Verbindung mit Bestattungsplätzen, während im Bereich der klassischen Antike und des Mittelmeerraumes die Beschäftigung mit älteren Gebäuden oder Bildwerken und ihrer Weiternutzung eine weitaus längere Tradition hat. Insofern war besonders der fachübergreifende und der überregionale Austausch von großem Wert.

Erfreulich war die große Zahl an Nachwuchswissenschaftlern unter den im Schnitt 60-70 Zuhörern pro Tag, da die Tagung vor allem auch der Vorstellung von Qualifikationsarbeiten und postdoktoraler Forschung diente. Am Ende der Tagung fanden sich zahlreiche Teilnehmer, die an der Gründung eines wissenschaftlichen DFG-Nachwuchsnetzwerks interessiert waren.  Die Beantragung eines solchen Netzwerks zur Thematik „Sekundäre Nutzungen in den Altertumswissenschaften“ wird daher im Nachgang der Tagung erfolgen.

[1] Ein besonderer Dank geht für die großzügig gewährte finanzielle Unterstützung an die Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Institutes zu Frankfurt, die Johannes Gutenberg-Universität Mainz, das Graduiertenkolleg 1576 „Wert und Äquivalent“ an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt sowie den Verein der Freunde und Förderer der Johann Wolfgang Goethe-Universität e.V.

Das volle Programm sowie weitere Hinweise zur Veranstaltung finden Sie online unter folgendem link: http://www.uni-frankfurt.de/55584469/Sekundaere_Nutzung

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Tagung der AG Kraftprobe Herrschaft

Die AG Kraftprobe Herrschaft veranstaltet als Teil des Profilbereichprojekts “40.000 years of human challenges: perception, conceptualization and coping on premodern societies” der Johannes Gutenberg-Universität Mainz eine Tagung zum Thema Frauen im Umfeld des Herrschers.

Die Tagung wird vom 21.10.-22.10.2019 in der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Geschwister-Scholl-Str. 2, 55131 Mainz stattfinden.

Theorie-Lesezirkel der RGK & des RGZM am 11. September 2019

Die Römisch-Germanische Kommission des DAI und das Römisch-Germanische Zentralmuseum laden zum gemeinsamen Theorie-Lesezirkel am 11. September an das RGZM nach Mainz ein. Diskutiert wird: Alexander Veling, Archäologie der Praktiken. Germania (in Vorbereitung).

In der Archäologie wird häufig über Praktiken, seien es soziale oder kulturelle, gesprochen. Was genau bedeutet eine praxistheoretische Perspektive aber genau? Verstehen wir darunter eher eine allgemeine Hinwendung von statischen Materialitäten zu dynamischen Handlungskontexten? Oder ist Praxistheorie eine spezifische Sichtweise auf tatsächliche Vollzüge, die über konventionelle Handlungstheorien hinausreicht? Wie sind Gesellschaft und Materialität praxistheoretisch zu denken? Wir wollen uns gemeinsam mit dem Autor des Manuskripts, den wir als Gastdiskutant gewinnen konnten, diesen Themen annähern und gerade auch die archäologischen Konsequenzen diskutieren.

Der Theorie-Lesezirkel der RGK & des RGZM richtet sich vor allem an junge Wissenschaftler*innen und bietet ihnen die Gelegenheit, sich intensiv mit zentralen Texten auseinanderzusetzen. Uns interessieren besonders die derzeit auch in den Altertumswissenschaften viel diskutierten Themen Zeit, Raum, Identitäten, Wissen, Praktiken und materielle Kultur. Anhand der Lektüre zentraler Texte und deren Diskussion werden theoretische und methodische Überlegungen vertieft und kritisch reflektiert.

Interessent*innen wenden sich bitte an lesezirkel.rgk@dainst.de.

Termin: Mittwoch, 11. September 2019, 17:00-19:00 Uhr

Römisch-Germanisches Zentralmuseum, Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie
Ernst-Ludwig-Platz 2, 55116 Mainz

Mehr Informationen zum Lesezirkel gibt es hier.

Theorie-Lesezirkel der RGK & des RGZM am 14. August 2019: Kerstin P. Hofmann, Anthropologie als umfassende Humanwissenschaft


Die Römisch-Germanische Kommission des DAI und das Römisch-Germanische Zentralmuseum laden zum gemeinsamen Theorie-Lesezirkel am 14. August an die RGK nach Frankfurt a. M. ein. Diskutiert wird: Kerstin P. Hofmann (2006/2007). Anthropologie als umfassende Humanwissenschaft. Einige Bemerkungen aus archäologischer Sicht. Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, 136/137, 283–300.

Was bedeutet es heute, Anthropologie zu betreiben und welche Rolle nimmt Archäologie dabei ein? Ist Anthropologie eine spezifische Disziplin in den Geisteswissenschaften oder kann sie als umfassende Humanwissenschaft gelten? Wie kann sich Anthropologie in der heutigen Zeit als Wissenschaft positionieren, in der gerade der Ruf nach posthumanen postdiziplinären Wissenschaften immer lauter wird. Diesen Fragen wollen wir anhand des Textes von Kerstin P. Hofmann nachgehen.

Der Theorie-Lesezirkel der RGK & des RGZM richtet sich vor allem an junge Wissenschaftler*innen und bietet ihnen die Gelegenheit, sich intensiv mit zentralen Texten auseinanderzusetzen. Uns interessieren besonders die derzeit auch in den Altertumswissenschaften viel diskutierten Themen Zeit, Raum, Identitäten, Wissen, Praktiken und materielle Kultur. Anhand der Lektüre zentraler Texte und deren Diskussion werden theoretische und methodische Überlegungen vertieft und kritisch reflektiert.

Interessent*innen wenden sich bitte an lesezirkel.rgk@dainst.de.

Termin: Mittwoch, 14. August 2019, 14:00-16:00 Uhr

Römisch-Germanische Kommission des DAI, Palmengarten 10, 60325 Frankfurt a. M.

Mehr Informationen zum Lesezirkel gibt es hier.

Theorie-Lesezirkel der RGK & des RGZM am 10. Juli 2019 in Mainz: Benjamin Alberti, Archaeologies of Ontology

Theorie-Lesezirkel der RGZK und des RGZM; 10. Juli 2019

Die Römisch-Germanische Komission des DAI und das Römisch-Germanische Zentralmuseum laden zum gemeinsamen Theorie-Lesezirkel am 10. Juli ins RGZM nach Mainz ein. Diskutiert wird: Benjamin Alberti (2016). Archaeologies of Ontology. Annual Review of Anthropology, 45, 163–179.

Ontologien sind mittlerweile ein festes Schlagwort, human- und sozialwissenschaftlicher Theoriebildung. Nach der Abkehr von epistemologischen Fragen steht nun die ontologische Frage nach den Arten des Seins im Vordergrund. Hier treffen indigene und vergangene Vorstellungen des Seins mit heutigen philosophischen und digitalen Metaphysiken aufeinander. Die Vielschichtigkeit dieses „Ontological Turn“ wollen wir anhand des kurzen einführenden Textes von Benjamin Alberti (2016). Archaeologies of Ontology. Annual Review of Anthropology, 45, 163–179, diskutieren.

Der Theorie-Lesezirkel der RGK & des RGZM richtet sich vor allem an junge Wissenschaftler*innen und bietet ihnen die Gelegenheit, sich intensiv mit zentralen Texten auseinanderzusetzen. Uns interessieren besonders die  derzeit auch in den Altertumswissenschaften viel diskutierten Themen Zeit, Raum, Identitäten, Wissen, Praktiken und materielle Kultur. Anhand der Lektüre zentraler Texte und deren Diskussion werden theoretische und methodische Überlegungen vertieft und kritisch reflektiert.

Interessent*innen wenden sich bitte an lesezirkel.rgk@dainst.de.

Termin: Mittwoch, 10. Juli 2019, 17:15-19:00 Uhr

Römisch-Germanisches Zentralmuseum, Leibniz-Forschungsinsitut für Archäologie (RGZM)
Ernst-Ludwig-Platz 2, 55116 Mainz

Mehr Informationen zum Lesezirkel gibt es hier.

Theorie-Lesezirkel der RGK & des RGZM schließen sich zusammen

Theorie-Lesezirkel der RGK und des RGZM

Seit Januar 2019 wird der seit nunmehr 2 Jahren existierende Theorie-Lesezirkel der RGK um das RGZM in Mainz erweitert. Dadurch können nun abwechselnd in Frankfurt a.M. und Mainz am jeden 2. Mittwoch im Monat Themen diskutiert werden. Im Zentrum steht der wissenschaftliche Diskurs über die theoretischen Grundlagen der Humanwissenschaften und ihre Anwendung in den Altertumswissenschaften.

Der Theorie-Lesezirkel der RGK & des RGZM richtet sich vor allem an junge Wissenschaftler*innen und bietet ihnen die Gelegenheit, sich intensiv mit zentralen Texten auseinanderzusetzen. Uns interessieren besonders die  derzeit auch in den Altertumswissenschaften viel diskutierten Themen Zeit, Raum, Identitäten, Wissen, Praktiken und materielle Kultur. Anhand der Lektüre zentraler Texte und deren Diskussion werden theoretische und methodische Überlegungen vertieft und kritisch reflektiert.

Interessent*innen wenden sich bitte an lesezirkel.rgk@dainst.de.

Veranstaltungsreihe

Jeden zweiten Mittwoch im Monat; abwechselnd in Frankfurt a. M. und Mainz
Orte: RGK (Frankfurt a. M., Palmengarten 10-12, 16:15-18:00 Uhr) und RGZM (Mainz, Ernst-Ludwig-Platz 2, 17:15-19:00 Uhr)

Kontakt

Kerstin P. Hofmann / Franz Becker (RGK)
Stefan Schreiber / Louise Rokohl (RGZM)