Archiv der Kategorie: Arbeitsgruppen

Der VARM-Theorie-Lesezirkel am 14. Oktober 2026

In den nächsten Sitzungen wollen wir uns mit den Möglichkeiten und Herausforderungen interdisziplinärer Arbeit beschäftigen. Kaum ein Projekt kommt mittlerweile ohne interdisziplinärer Zugänge aus. Ob und wie diese jedoch zueinander passen, oder welche Engführungen und Effekte es dabei gibt, wollen wir mit euch diskutieren. In unsere nächsten Sitzung wollen wir uns der Frage nähern, warum Interdisziplinarität in der Archäologie vor allem in Bezug auf die Zusammenarbeit mit den Naturwissenschaften gefördert wird, während andere Formen vernachlässigt werden. Dazu wollen wir alternative Wege diskutieren, wie interdisziplinäre Forschung produktiv eingesetzt werden kann.

Wir lesen:

Artur Ribeiro. 2022. Methodological Anarchism Against Interdisciplinary Archaeology. In Artur Ribeiro and Alexandra Ion, eds.: Interdisciplinary Contentions in Archaeology. Forum Kritische Archäologie 11: 93–105. http://doi.org/10.17169/refubium-37031.

Wir freuen uns auf weitere Textvorschläge, damit wir möglichst direkt an Eure Forschungen anschließen können.

Um teilzunehmen, folgt bitte dem folgenden LINK:

rgzm-de.zoom.us/j/82407868975?pwd=REQ4YWQremxTSDk2YkNnSGRxbkpKdz09

Es handelt sich dabei um den Link zu einem ZOOM Meeting, welchem Ihr entweder ohne Anmeldung und Installation von externer Software über den Browser oder aber über die ZOOM App beitreten könnt. Bitte gewährt Euch einige Minuten Vorlauf, damit wir pünktlich um 16.15 Uhr mit der Diskussion des Textes beginnen können.

Solltet Ihr Interesse haben regelmäßig teilzunehmen und Textzugang erhalten, schreibt uns an: stefan.schreiber[at]leiza.de.

Der VARM-Theorie-Lesezirkel am 16. September 2026

Die Sommerpause ist vorbei. Diese war recht lang, da die Juni-Sitzung kurzfristig ausgefallen ist. Daher nehmen wir für September einen zweiten Anlauf:

Theoriearbeit in der Archäologie ist praktisch vor allem durch Lesen und Schreiben gekennzeichnet. Während wir uns in der letzten Sitzung mit dem Schreiben von Theorietexten beschäftigt haben, wollen wir dieses Mal eine potentielle Lesemethode diskutieren. Als Diffractive Reading wird ein Ineinander-Lesen statt eines reflexiven Gegeneinander-Lesens verstanden. Was das genau bedeutet, und wie Diffractive Reading für Theoriearbeit nützlich sein könnte, hoffen wir zu klären.

Wir lesen:

Jenkins, Nicholas, Louise Ritchie und Sam Quinn. 2021. From Reflection to Diffraction: Exploring the Use of Vignettes within Post-humanist and Multi-species Research. Qualitative Research 21 (6): 975–89. https://doi.org/10.1177/1468794120920258.

Zusätzlich für eine erste knappe Einführung:

Tuin, Iris van der. 2018. Diffraction. In Posthuman Glossary, hrsg. von Rosi Braidotti und Maria Hlavajova, 99–101. Theory 3. London u. a.: Bloomsbury Academic.

Wir freuen uns auf weitere Textvorschläge, damit wir möglichst direkt an Eure Forschungen anschließen können.

Um teilzunehmen, folgt bitte dem folgenden LINK:

rgzm-de.zoom.us/j/82407868975?pwd=REQ4YWQremxTSDk2YkNnSGRxbkpKdz09

Es handelt sich dabei um den Link zu einem ZOOM Meeting, welchem Ihr entweder ohne Anmeldung und Installation von externer Software über den Browser oder aber über die ZOOM App beitreten könnt. Bitte gewährt Euch einige Minuten Vorlauf, damit wir pünktlich um 16.15 Uhr mit der Diskussion des Textes beginnen können.

Solltet Ihr Interesse haben regelmäßig teilzunehmen und Textzugang erhalten, schreibt uns an: stefan.schreiber[at]leiza.de.

New Publication: Contributions to the 66th Rencontre Assyriologique Internationale (RAI)

Alexander Pruß, Thomas Richter, Doris Prechel und Dirk Wicke (Hrsg.) unter Mitwirkung von Michael Würz 

Kultur – Kontakt – Kultur. Beiträge anlässlich der 66. Rencontre Assyriologique Internationale in Frankfurt/Main und Mainz, 25.–29. Juli 2022. dubsar 35. Münster. 2025
594 pages
ISBN 978-3-96327-288-2 (hardcover book), 130 €
ISBN 978-3-96327-289-9 (e-book)

Originally scheduled for 2020 at the Universities of Frankfurt and Mainz, the 66th Rencontre Assyriologique Internationale – following a hiatus caused by the pandemic – took place in Mainz in July 2022 under the title “Kultur | Kontakt | Kultur”. The present volume assembles 34 articles derived from the papers presented at the conference. As is well known, the Ancient Near East has at all times been an “open space” where the paths of numerous groups have intersected throughout the ages. Natural routes of communication channeled movement, while geographically favorable zones characterized the regions where different population groups encountered one another. Cultural contact is multifaceted and can leave diverse traces in material culture, social practices, societal structures, and—naturally—in language. Until now, topics such as trade, migration, nomadism, and many others have generally been discussed in the field of Ancient Near Eastern studies as separate phenomena. Conversely, the underlying mechanisms of cultural contact and “contact culture” have rarely been examined and their full scope remains far from being fully explored—despite the clear fact that a culture acquires its distinct contours only through contact with “the Other” and with other cultures. The conference focused not only on interregional encounters; intracultural contacts—such as those between marginalized social groups and established communities—were also addressed in the presentations, as reflected in the written and material records.

Full details and a table of contents are available here: https://www.zaphon.de/kultur-kontakt-kultur/en

3rd jDOG Conference

The third conference of the Junge Deutsche Orient-Gesellschaft (jDOG) will be hosted by the Bibliotheca Albertina, University Library of Leipzig, 6 to 10 January 2027.

JDOG was established in 2024 as a community of students in the fields of Ancient Near Eastern Studies (Assyriology), Near Eastern Archaeology, and related disciplines under the umbrella of the Deutsche Orient-Gesellschaft. It is dedicated to fostering exchange, collaboration, and networking at an early stage of academic training.

  • The call for papers is primarily addressed to students enrolled in Bachelor’s, Master’s, or PhD programmes who wish to gain first experiences in academic presentation. The conference languages are German and English.
  • Submissions must be sent by email to jdog.konferenz@orient-gesellschaft.de, deadline 31/07/2026.

The conference website (in German only) can be found here: https://www.orient-gesellschaft.de/aktuelles/Junge_DOG/.

Please download the Call for Contributions in English here for further details.

15 ICAANE: First Circular published

The First Circular of the 15th International Congress on the Archaeology of the Ancient Near East (ICAANE), hosted by the Ivane Javakhishvili Tbilisi State University, Georgia, from 4 to 8 May 2027, has just been published.

  • The call for papers and posters opens on 20/08, with a deadline of 20/09/2026. Submissions must be submitted via the conference website at https://15icaane.tsu.ge/
  • The call for workshops is open as of now. Submissions must be sent by email to 15icaane@tsu.ge, deadline 20/09/2026.

Please download the First Circular here for further details.

32nd EAA

The 32nd Annual Meeting of the European Association of Archaeologists will be held at the National and Kapodistrian University of Athens, Greece, from 26 to 29 August 2026. The main themes of this year’s annual meeting are:

  1. Widening perspectives in material culture studies
  2. Crossing the divide. Archaeology and the open world
  3. Museums and cultural heritage in the era of ‘permacrisis’
  4. Transforming archaeology through interdisciplinarity
  5. Changing worlds and environments in the past, present, and future
  6. Transient theories
  7. Interaction, connectivity and mobility
  8. Beyond the Middle Sea: rethinking the Mediterranean in motion

For more information and to register, go to: https://www.e-a-a.org/EAA2026

Gemeinsame Forschung an einem bislang unbekannten eisenzeitlichen Fürstengrab

Die Entdeckung eines außergewöhnlich reich ausgestatteten eisenzeitlichen Grabes nahe Bad Camberg sorgt derzeit weit über Hessen hinaus für Aufmerksamkeit. Das Grab einer hochrangigen Persönlichkeit aus der frühen Latènezeit (5. Jh. v. Chr.) wurde im Zuge archäologischer Untersuchungen vor dem Bau eines Solarparks entdeckt und zählt bereits jetzt zu den bedeutendsten eisenzeitlichen Neufunden der vergangenen Jahre in Hessen.

Zu den bislang bekannten Beigaben gehören Goldschmuck, Waffenreste sowie eine etruskische Schnabelkanne, die von weitreichenden Kontakten und dem hohen Status der bestatteten Person zeugen. Besonders bemerkenswert ist zudem der Nachweis einer Wagenbestattung. Bereits die ersten Untersuchungen lassen erkennen, dass der Fund neue Einblicke in die Sozialstrukturen, Fernkontakte und Bestattungssitten der frühen Eisenzeit verspricht.

Weniger sichtbar als die spektakulären Funde selbst ist jedoch die wissenschaftliche Zusammenarbeit, die ihre Erforschung ermöglicht. Ein Beispiel für die Bündelung unterschiedlicher Kompetenzen ist die Kooperation zwischen der hessenARCHÄOLOGIE und dem Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA) in Mainz – beide langjährige Partner im Verbund Archäologie Rhein-Main (VARM). Während die hessenARCHÄOLOGIE die Ausgrabung, Restaurierung und denkmalpflegerische Betreuung des Fundes verantwortet, bringt das LEIZA seine Expertise im Bereich moderner bildgebender Verfahren und naturwissenschaftlicher Untersuchungsmethoden ein. So werden die geborgenen Erdblöcke derzeit mittels hochauflösender Computertomographie untersucht.

Für den VARM ist die Kooperation zwischen der hessenARCHÄOLOGIE und dem LEIZA ein anschauliches Beispiel für den Mehrwert institutioneller Netzwerke. Über Landesgrenzen hinweg arbeiten die Partner des Verbundes gemeinsam daran, archäologische Quellen zu erschließen, neue Forschungsmethoden zu entwickeln und das kulturelle Erbe der Region zu erforschen. Das Fürstengrab von Bad Camberg zeigt eindrucksvoll, wie fruchtbar diese Zusammenarbeit sein kann.

Weiterführende Informationen finden sich in der offiziellen Pressemitteilung:
Der Keltenfürst des Taunus | denkmal.hessen.de

Bilder (von links nach rechts):
1. Das Planum des neu entdeckten Fürstengrabs bei Bad Camberg mit freigelegtem Goldschmuck.
(© Lars Görze M.A., hessenARCHÄOLOGIE)
2. Der geborgenen Goldschmuck wurde in der Restaurierungswerkstatt der hessenARCHÄOLOGIE sorgfältig gereinigt und untersucht.
(© Lars Görze M.A., hessenARCHÄOLOGIE)
3. Geborgenen Blöcke wie die etruskische Schnabelkanne werden im Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA) in Mainz mittels Computertomografie untersucht.
(© Christine Henke, hessenARCHÄOLOGIE)

Der VARM-Theorie-Lesezirkel am 10. Juni 2026

Theoriearbeit in der Archäologie ist praktisch vor allem durch Lesen und Schreiben gekennzeichnet. Während wir uns in der vorigen Sitzung mit dem Schreiben von Theorietexten beschäftigt haben, wollen wir dieses Mal eine potentielle Lesemethode diskutieren. Als Diffractive Reading wird ein Ineinander-Lesen statt eines reflexiven Gegeneinander-Lesens verstanden. Was das genau bedeutet, und wie Diffractive Reading für Theoriearbeit nützlich sein könnte, hoffen wir zu klären.

Wir lesen:

Jenkins, Nicholas, Louise Ritchie und Sam Quinn. 2021. From Reflection to Diffraction: Exploring the Use of Vignettes within Post-humanist and Multi-species Research. Qualitative Research 21 (6): 975–89. https://doi.org/10.1177/1468794120920258.

Zusätzlich für eine erste knappe Einführung:

Tuin, Iris van der. 2018. Diffraction. In Posthuman Glossary, hrsg. von Rosi Braidotti und Maria Hlavajova, 99–101. Theory 3. London u. a.: Bloomsbury Academic.

Wir freuen uns auf weitere Textvorschläge, damit wir möglichst direkt an Eure Forschungen anschließen können.

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Der VARM-Theorie-Lesezirkel am 13. Mai 2026

Theoriearbeit in der Archäologie ist praktisch vor allem durch Lesen und Schreiben gekennzeichnet. Dabei entsteht oft ein Jargon, der schwer zugänglich erscheinen kann. Wir wollen diskutieren, wie, warum und wodurch Theorietexte so geschrieben werden, wie sie sind. Sollen die archäologische Texte zur Theorie so bleiben, oder sollten sie geändert werden und falls ja, in welchen Aspekten?

Wir lesen:

Artur Ribeiro. 2025. The Writing of Archaeological Theory. A Escrita da Teoria Arqueológica, Ophiussa 9: 187–200. DOI: https://doi.org/10.51679/ophiussa.2025.168

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Der VARM-Theorie-Lesezirkel am 15. April 2026

Wie entstand eigentlich unser Selbst? Und wie wurden wir zu Menschen? Und kann dieser Prozess überhaupt abgeschlossen sein? An der Schnittstelle von Philosophie und Archäologie wollen wir diesen Prozess diskutieren, durch den die menschliche Spezies (Natur) und das menschliche Selbst (Kultur) im gelebten Raum materieller Auseinandersetzung miteinander verflochten werden. Anhand archäologische Beispiele von Steinbearbeitung und Körperverzierung können die Fragen der miteinander verschränkten Perspektiven als Synergie betrachtet werden.

Wir lesen:

Malafouris, Lambros. 2025. People Are STRANGE: Towards a Philosophical Archaeology of Self. Phenomenology and the Cognitive Sciences 24(3), 685–711. https://doi.org/10.1007/s11097-024-10002-1.

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Der VARM-Theorie-Lesezirkel am 11. März 2026

Wie kann das Zusammenleben von Menschen und Tieren in archäologischer Theorie und Praxis anders als bisher gedacht und thematisiert werden? Zur Beantwortung dieser Frage beschäftigen wir uns mit dem Konzept der Konvivialität. Wir diskutieren anhand archäologischer und musealer Beispiele, wie eine konviviale Perspektive dazu beiträgt, traditionelle Darstellungen der Vergangenheit in Frage zu stellen und einen engagierten, postkritischen Ansatz für Museums- und Kulturerbepraktiken zu fördern, der einen fruchtbaren Dialog über die Vielfalt der zusammenlebenden Arten ermöglicht.

Wir lesen:

Hussain, Shumon T. & Monika Stobiecka. 2024. Convivial Heritage: A Disruptive Archaeology of Species Coexistence. Archaeological Dialogues 31 (1), 58-75. https://doi.org/10.1017/S1380203825100147.

Wir freuen uns auf weitere Textvorschläge, damit wir möglichst direkt an Eure Forschungen anschließen können.

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7. Eisenzeit-Forum Rhein-Main  

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das siebte Treffen des Eisenzeit-Forums im Rahmen des Verbundes Archäologie Rhein-Main findet nun am Dienstag, den 16. Juni 2026, ab ca. 10:00 Uhr in der Römisch-Germanischen Kommission, Palmengartenstr. 10–12, 60325 Frankfurt am Main statt.

Anreisende mit öffentlichen Verkehrsmitteln können die U-Bahnstation Bockenheimer Warte nutzen. Von dort sind es nur 300m zur RGK. Das Treffen findet im Bersu-Saal statt.

Auch dieses Mal wollen wir in der Form von Kurzberichten (ca. 10-15 min) bis hin zu Vorträgen (max. 45 min) in der Art eines Runden Tisches ein Forum bieten für:

– Präsentation neuer Grabungen in der Region,
– Vorstellung akademischer Abschlussarbeitsthemen (vom Bachelor bis zur Habilitation) und aktueller Forschungen zur Eisenzeit – gerne auch mit Themen über das Rhein-Main Gebiet hinaus,
– Präsentation von Neufunden / kurze Diskussion von Einzelstücken / Werkstattberichte.

Wir wollen die Einladung und die Aufforderung zur Mitarbeit besonders auch an die in Denkmalämtern, Kreis- und Stadtarchäologien, Firmen und Museen tätigen Kolleginnen und Kollegen richten; weiter freuen wir uns insbesondere über die aktive Teilnahme von BA-, MA- sowie Promotionskandidatinnen und -kandidaten. Eine Publikation ist nicht angestrebt; ein informeller Charakter ist erwünscht.

Sie sind eingeladen, bis zum 4. Mai einen Beitrag bei Martin Schönfelder (martin.schoenfelder@leiza.de) anzumelden. Bitte vermerken Sie die gewünschte Dauer.

Ein Programm werden wir rechtzeitig vor der Veranstaltung per Mail verschicken. Dieses und weitere Informationen befinden sich auch auf dem VARM-Blog (https://varm.hypotheses.org/).

Mit dem Eisenzeit-Forum wollen wir möglichst viele Kolleginnen und Kollegen im Rhein-Main-Gebiet erreichen und verbinden – leiten Sie die Einladung daher auch an potentiell Interessierte weiter!

Mit besten Grüßen
Kerstin P. Hofmann, Axel G. Posluschny und Martin Schönfelder