Am 20. November 2026 findet der diesjährige VARM-Tag auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt. Unter dem Titel „KI in den Archäologien: Praxis, Perspektiven, Verantwortung“ stehen aktuelle Anwendungen, Perspektiven und Herausforderungen von KI in Forschung, Lehre und Vermittlung im Mittelpunkt.
Die Anmeldung zum VARM-Tag ist ab sofort möglich.
-> Weitere Informationen, das vorläufige Programm und die Anmeldung finden sich hier.
Alexander Pruß, Thomas Richter, Doris Prechel und Dirk Wicke (Hrsg.) unter Mitwirkung von Michael Würz
Kultur – Kontakt – Kultur. Beiträge anlässlich der 66. Rencontre Assyriologique Internationale in Frankfurt/Main und Mainz, 25.–29. Juli 2022. dubsar 35. Münster. 2025 594 pages ISBN 978-3-96327-288-2 (hardcover book), 130 € ISBN 978-3-96327-289-9 (e-book)
Originally scheduled for 2020 at the Universities of Frankfurt and Mainz, the 66th Rencontre Assyriologique Internationale – following a hiatus caused by the pandemic – took place in Mainz in July 2022 under the title “Kultur | Kontakt | Kultur”. The present volume assembles 34 articles derived from the papers presented at the conference. As is well known, the Ancient Near East has at all times been an “open space” where the paths of numerous groups have intersected throughout the ages. Natural routes of communication channeled movement, while geographically favorable zones characterized the regions where different population groups encountered one another. Cultural contact is multifaceted and can leave diverse traces in material culture, social practices, societal structures, and—naturally—in language. Until now, topics such as trade, migration, nomadism, and many others have generally been discussed in the field of Ancient Near Eastern studies as separate phenomena. Conversely, the underlying mechanisms of cultural contact and “contact culture” have rarely been examined and their full scope remains far from being fully explored—despite the clear fact that a culture acquires its distinct contours only through contact with “the Other” and with other cultures. The conference focused not only on interregional encounters; intracultural contacts—such as those between marginalized social groups and established communities—were also addressed in the presentations, as reflected in the written and material records.
Wie gelingt erfolgreiche Zusammenarbeit in der Archäologie? Das aktuelle JGU-Magazin stellt den Verbund Archäologie Rhein-Main (VARM) vor und beleuchtet die vielfältigen Aktivitäten und Kooperationen des Netzwerks. Der Beitrag zeigt, wie der Austausch zwischen Forschung, Museen und Denkmalpflege neue Perspektiven eröffnet und archäologische Themen in der Region sichtbar macht.
Die beiden amtierenden VARM-Sprecher: Prof. Dr. Johannes Lipps (r.) von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Prof. Dr. Dirk Wicke (l.) von der Goethe-Universität Frankfurt im Gespräch mit dem JGU-Magazin. (Foto: Peter Thomas)
Die Entdeckung eines außergewöhnlich reich ausgestatteten eisenzeitlichen Grabes nahe Bad Camberg sorgt derzeit weit über Hessen hinaus für Aufmerksamkeit. Das Grab einer hochrangigen Persönlichkeit aus der frühen Latènezeit (5. Jh. v. Chr.) wurde im Zuge archäologischer Untersuchungen vor dem Bau eines Solarparks entdeckt und zählt bereits jetzt zu den bedeutendsten eisenzeitlichen Neufunden der vergangenen Jahre in Hessen.
Zu den bislang bekannten Beigaben gehören Goldschmuck, Waffenreste sowie eine etruskische Schnabelkanne, die von weitreichenden Kontakten und dem hohen Status der bestatteten Person zeugen. Besonders bemerkenswert ist zudem der Nachweis einer Wagenbestattung. Bereits die ersten Untersuchungen lassen erkennen, dass der Fund neue Einblicke in die Sozialstrukturen, Fernkontakte und Bestattungssitten der frühen Eisenzeit verspricht.
Weniger sichtbar als die spektakulären Funde selbst ist jedoch die wissenschaftliche Zusammenarbeit, die ihre Erforschung ermöglicht. Ein Beispiel für die Bündelung unterschiedlicher Kompetenzen ist die Kooperation zwischen der hessenARCHÄOLOGIE und dem Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA) in Mainz – beide langjährige Partner im Verbund Archäologie Rhein-Main (VARM). Während die hessenARCHÄOLOGIE die Ausgrabung, Restaurierung und denkmalpflegerische Betreuung des Fundes verantwortet, bringt das LEIZA seine Expertise im Bereich moderner bildgebender Verfahren und naturwissenschaftlicher Untersuchungsmethoden ein. So werden die geborgenen Erdblöcke derzeit mittels hochauflösender Computertomographie untersucht.
Für den VARM ist die Kooperation zwischen der hessenARCHÄOLOGIE und dem LEIZA ein anschauliches Beispiel für den Mehrwert institutioneller Netzwerke. Über Landesgrenzen hinweg arbeiten die Partner des Verbundes gemeinsam daran, archäologische Quellen zu erschließen, neue Forschungsmethoden zu entwickeln und das kulturelle Erbe der Region zu erforschen. Das Fürstengrab von Bad Camberg zeigt eindrucksvoll, wie fruchtbar diese Zusammenarbeit sein kann.
Der Verbund Archäologie Rhein-Main (VARM) startet mit einer personellen Änderung in das neue Jahr: Prof. Dr. Johannes Lipps (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) wurde vom Lenkungsausschuss zum neuen Sprecher des Verbunds gewählt.
Auch wenn es den VARM bereits seit einigen Jahren gibt, ist dies der erste reguläre Wechsel in der Sprecherrolle. Prof. Dr. Dirk Wicke (Goethe-Universität Frankfurt), der als erster offiziell gewählter Sprecher in den vergangenen zwei Jahren maßgeblich zur Profilierung und Weiterentwicklung des VARM beigetragen hat, übernimmt künftig die Rolle des Vize-Sprechers.
Die Sprecherrolle im VARM rotiert turnusmäßig im Zweijahresrhythmus zwischen den tragenden Institutionen des Verbunds. Mit dem Wechsel an die JGU wird diese Struktur nun erstmals umgesetzt. Entsprechend wird auch die nächste VARM-Jahrestagung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz stattfinden.
Der Verbund bedankt sich herzlich bei Dirk Wicke für sein großes Engagement und freut sich sehr, dass er dem Sprecherteam weiterhin erhalten bleibt und den VARM auch künftig aktiv begleiten wird.
Johannes Lipps ist neuer VARM-Sprecher. (Copyright: Fotografie Iris Schmitz)
Wie steht es um die Zukunft der Archäologie? Bei der Jahrestagung des Verbunds Archäologie Rhein-Main kamen rund 150 Fachvertreterinnen und -vertreter in Frankfurt zusammen, um aktuelle Herausforderungen und Perspektiven zu diskutieren. Zum Tagungsbericht geht es hier.
Der Eduard-Anthes-Preis ist der höchstdotierte und älteste deutsche Archäologiepreis und wird alle zwei Jahre verliehen. In diesem Jahr findet die Verleihung im Rahmen der VARM-Jahrestagung am 5. Dezember in Frankfurt am Main statt. Ausgezeichnet werden herausragende wissenschaftliche Arbeiten, die archäologische Themen aus dem Mittelgebirgsraum behandeln. Der Preis ist mit 7.500 Euro dotiert. Das Preisgeld wird zu gleichen Teilen vom Verein von Altertumsfreunden im Regierungsbezirk Darmstadt e.V., vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie von der hessenArchäologie bereitgestellt. Eine Selbstbewerbung ist möglich. Eine Jury bestimmt die Preisträger, die der Verein von Altertumsfreunden beruft. Details zur Ausschreibung finden sich hier.
Das sechste Treffen des Eisenzeit-Forums im Rahmen des Verbundes Archäologie Rhein-Main (VARM) findet am Montag, den 17. März 2025 im Leibniz-Zentrum für Archäologie in Mainz statt.
Organisator:innen: – Kerstin P. Hofmann, Römisch-Germanische Kommission – Axel Posluschy, Keltenwelt am Glauberg – Martin Schönfelder, Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA)
Bitte melden Sie sich zur Planung der Veranstaltung bei martin.schoenfelder@leiza.de bis zum 10.3. mit einer kurzen Mail an – an der Anmeldung hängt die Kalkulation für das Mittagessen.
Aufbruch ins Unbekannte – 10.000 Jahre Migrationsgeschichte Pop-Up Ausstellung im LUX-Pavillon, 06.–15. Februar 2025
Migration prägt die Menschheitsgeschichte seit ihren Anfängen. Die interdisziplinäre Ausstellung Aufbruch ins Unbekannte beleuchtet anhand archäologischer Funde, wie Menschen über Jahrtausende mit Migration umgegangen sind – und welche Parallelen sich zur Gegenwart ziehen lassen.
Die Ausstellung ist das Ergebnis einer Kooperation der beiden VARM-Mitglieder Johannes Gutenberg-Universität (Profilbereich Challenges) und dem Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA) in Zusammenarbeit mit der Hochschule Mainz. In einem Lehrprojekt haben Studierende der Archäologie der Johannes Gutenberg-Universität die Inhalte erarbeitet, welche von Studierenden aus Innenarchitektur und Kommunikationsdesign der Hochschule Mainz gestalterisch umgesetzt wurden. Die Ausstellungsexponate sind zum großen Teil Leihgaben des LEIZA. Die Präsentation folgt einem diachronen Konzept: Sechs archäologische Epochen werden thematisch verknüpft und mit aktuellen Fragen in Beziehung gesetzt.
Die Vernissage findet am 6. Februar um 18:00 Uhr im LUX-Pavillon statt.