Am Freitag, dem 29. November 2024, findet die VARM-Jahrestagung im Leibniz-Zentrum für Archäologie in Mainz statt.
Das Programm finden Sie hier und eine Übersicht der Poster-Session finden Sie hier!


Am Freitag, den 29. November 2024, findet der 1. VARM-Tag in Mainz statt.
An diesem Tag stellt sich der Verbund Archäologie Rhein-Main (VARM) zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor. VARM ist ein Zusammenschluss archäologischer Institute und Arbeitsbereiche von Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie Denkmalschutzbehörden aus dem Rhein-Main-Gebiet. Der Verbund bietet eine einzigartige Plattform für den trans- und interdisziplinären Austausch und gemeinsame Forschungen in den Altertumswissenschaften aus der Region.
Sucht Ihr Kooperationspartner, wissenschaftliche Partner oder einen interdisziplinären Austausch? Der VARM-Tag bietet allen Forschenden im Bereich von Archäologie und Altertumswissenschaften die Gelegenheit zum Austausch und zur weiteren Vernetzung. Insbesondere für Early Career Researcher ist eine Poster Session geplant, in der aktuelle Forschungsprojekte präsentiert werden können. Projekte im Rahmen von Promotion oder Habilitation sind ebenso willkommen wie andere spannende Vorhaben aus dem Bereich der Altertumswissenschaften.
Insofern laden wir Euch herzlich dazu ein, Eure Postervorschläge einzureichen und den VARM-Tag mit Euren Beiträgen zu bereichern. Vorschläge und eventuelle Rückfragen bitte per E-Mail an den VARM-Sprecher, Dirk Wicke, über die VARM-Koordinationsstelle:
varm-koordinator[at]uni-mainz.de.
Was: 1. VARM-Tag
Wann: 29.11.2024
Wo: Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA), Mainz
Programm: folgt!
Wir freuen uns auf Eure Teilnahme und darauf, gemeinsam mit Euch die Altertumswissenschaften im Rhein-Main-Gebiet zu stärken und zu fördern!
Wir möchten uns diesmal mit Verknüpfungen und Verflechtungen beschäftigen, die den Menschen als alleinigen Akteur der Geschichte undenkbar machen. Dazu wollen wir uns zu einem Kapitel aus Donna Haraways Buch “Unruhig bleiben” austauschen, die in Absetzung der Vormachtstellung des Anthropos das heutige transformative Zeitalter nicht Anthropozän sondern “Chthuluzän” nennt, um auf all die speziesübergreifenden Verpflechtungen aufmerksam zu machen. Was bedeutet das aber für vergangene Zeiten sowie unsere Forschung?
Wir lesen:
Donna J. Haraway. 2018. Tentakulär denken. Anthropozän, Kapitalozän, Chthuluzän. In: Donna J. Haraway, Unruhig bleiben. Die Verwandtschaft der Arten im Chthuluzän. Frankfurt a. M., New York; Campus, 47-83.
Um teilzunehmen, folgt bitte dem folgenden LINK:
rgzm-de.zoom.us/j/82407868975?pwd=REQ4YWQremxTSDk2YkNnSGRxbkpKdz09
Es handelt sich dabei um den Link zu einem ZOOM Meeting, welchem Ihr entweder ohne Anmeldung und Installation von externer Software über den Browser oder aber über die ZOOM App beitreten könnt. Bitte gewährt Euch, falls Ihr damit noch keine weiteren Erfahrungen habt, einige Minuten Vorlauf, damit wir pünktlich um 16.15 Uhr mit der Diskussion des Textes beginnen können.
Solltet Ihr Interesse haben regelmäßig teilzunehmen und Textzugang erhalten, schreibt uns an: stefan.schreiber[at]leiza.de.

Thema: Wie Wälder denken
Der Ethnologie Eduardo Kohn fragt, wie sich eine Anthropologie jenseits des Menschlichen denken lässt. Denn Anthropologie (und auch Archäologie) darf sich nicht nur darauf beschränken, zu untersuchen, wie Menschen sich ein Vorstellung von der nichtmenschlichen Welt mach(t)en, da auch die nichtmenschliche Welt sich eine Auffassung vom Menschlichen macht. Kohns Antwort darauf lautet: „Thinking with Thinking Forests“. Er plädiert im Anschluss an Charles Sanders Pierces Einteilung in Index, Ikon und Symbol für Zeichentheorie, die die ganze Welt als Semiose begreift. Was bedeutet das für die Archäologie? Können nichtmenschliche Zeichenprozesse überhaupt erfasst werden oder in Theoriekonzepte einfließen?
Wir lesen:
Eduardo Kohn. 2017. Thinking with Thinking Forests, in: P. Charbonnier, G. Salmon, & P. Skafish (Eds.), Comparative Metaphysics: Ontology After Anthropology (pp. 181–199). London, New York: Rowman & Littlefield International.
Um teilzunehmen, folgt bitte dem folgenden LINK:
rgzm-de.zoom.us/j/82407868975?pwd=REQ4YWQremxTSDk2YkNnSGRxbkpKdz09
Es handelt sich dabei um den Link zu einem ZOOM Meeting, welchem Ihr entweder ohne Anmeldung und Installation von externer Software über den Browser oder aber über die ZOOM App beitreten könnt. Bitte gewährt Euch, falls Ihr damit noch keine weiteren Erfahrungen habt, einige Minuten Vorlauf, damit wir pünktlich um 16.15 Uhr mit der Diskussion des Textes beginnen können.
Solltet Ihr Interesse haben regelmäßig teilzunehmen und Textzugang erhalten, schreibt uns an: stefan.schreiber[at]leiza.de.

Am Mittwoch, den 28.6.2023, um 14.15 Uhr spricht
Dr. Philip Verhagen, Vrije Universiteit Amsterdam
Moving beyond the roads: new developments in GIS modelling of ancient route networks and mobility
Ort: Seminarhaus, Raum SH 3.105

Am 16.02.2021 wird Dr. Alexander Sollee im Rahmen des des Kolloquiums ‘Neue archäologische Funde und Forschungen’ der Goethe-Universität Frankfurt am Main einen virtuellen Vortrag zum Thema ‘Untersuchungen zu urbanen Bevölkerungsgruppen im frühen 1. Jt. v. Chr. am Beispiel Sirkeli Höyük im Ebenen Kilikien (Türkei)’ halten. Hierzu möchten wir Sie herzlich einladen.
Di., 16.02.2021, 18:15 Uhr
Dr. Alexander Sollee (Bern / München)
Untersuchungen zu urbanen Bevölkerungsgruppen im frühen 1. Jt. v. Chr. am Beispiel Sirkeli Höyük im Ebenen Kilikien (Türkei)
Link zum ZOOM-Meeting
Meeting-ID: 277 525 8083
Kenncode: AKVO2020
Am 23.Januar 2021, ab 9:30 Uhr digital
In diesem Jahr wird sich einer Persönlichkeit genähert, die wahrscheinlich auch außerhalb unseres Faches die bekannteste Figur der Antike ist Caesar.
Schon zu Lebzeiten hat er gleichzeitig fasziniert und polarisiert entsprechend vielfältige Darstellungen Caesars sind nicht nur schon zu seinen Lebzeiten entstanden, sondern auch lange Zeit später Wir wollen einen Blick werfen auf die verschiedenen Facetten, die der große Feldherr, Tyrann, Kulturbringer, Kriegsverbrecher, Reformator, zu bieten hat.
Der Thementag wird gestaltet vom lateinischen Hauptseminar ‚Caesar und seine Rezeption‘ (WiSe 20/21) und von Univ.-Prof. Dr. Christine Walde, Dr. Patrick Schollmeyer, Clara Brilke M Ed und Matthias Heinemann M. Ed.
Er richtet sich nicht nur an Studierende und SchülerInnen, sondern steht allen an der römischen Antike Interessierten offen, die an diesem Tag einen Einblick in die Arbeitsweise der Altertumswissenschaften gewinnen und sich in einen mittels kulturwissenschaftlicher
Fragestellungen erschlossenen Raum jenseits weißer Togen und marmorner Ästhetik vorwagen wollen.
The challenges of living closely together – cross-cultural perspectives
Call for papers for an international workshop on pre-industrial urbanism to be held at Ingelheim (near Mainz, Germany), Friday 12th to Saturday13th November 2021
Academic fields: Archaeology (all sub-disciplines), Ancient, Medieval and Early Modern History, Assyriology, Urban Geography, Urban Sociology, Anthropology
Organizational context: Thematic Area 3 Urbane Verdichtung / urban agglomeration (research area 40.000 Years of Human Challenges at Johannes Gutenberg-Universität Mainz). The workshop is funded and supported by the Mainz Ancient Studies programme.
Call
The 21st century has been described as the “century of cities”. Never before did such a high percentage of the global population live in cities and urban agglomerations. Today, as in the past, the urban experience is connected to specific challenges. The workshop announced in this call for papers aims to stimulate a multidisciplinary discussion on the problematic sides of going urban and focuses on pre-industrial cities and other settlements characterized by (relatively) high population densities.
While there are many different factors that incentivized people to move into larger settlements throughout the ages, living closely together brought new and multifold challenges. Particularly where smaller settlements developed into larger population centres, the possibility for communities to organize themselves along the lines of face-to-face interactions waned, while reciprocal dependencies increased. Although challenges develop dynamically and are dependent on a set of individual parameters, we can see some recurring themes resulting from the circumstance of close cohabitation, which invite diachronic and cross-cultural comparison. They range from a radically altered relationship to the environment, poor sanitary conditions and higher levels of social stress caused by crowding, to organizational challenges such as the logistics of sustaining larger populations, the negotiation of decision-making processes, as well as the experience of internal conflicts and dissent, to name just a few. Instead of focusing on one particular challenge, the workshop aims at facilitating a discussion on the overlap of multiple challenges and a more holistic view on the precarious, ever-changing dynamics of densely populated settlements.
In preparation for our workshop, we will invite scholars of larger pre-industrial sites to discuss a particular set of predefined challenges with us (see list provided below). The list offers a very simple, yet robust tool to compare densely populated settlements from different periods and world regions. During the workshop, we will discuss how various communities conceptualized, perceived and dealt with different but recurring structural challenges inherent in living closely together and going urban.
To facilitate a joint discussion, we ask all participants to either focus on one particular settlement (or a group of settlements) and three or more challenges picked from the list provided below. Alternatively, participants can choose to focus their paper on methodological or comparative approaches referring to one specific challenge from the list.
The following list makes no claim of completeness and deliberately prioritizes social, economic and technological challenges:
We encourage archaeologists of all sub-disciplines as well as historians and urban geographers to submit abstracts. Contributions of researchers from other disciplines devoted to pre-industrial cities are also welcome, as are papers focusing on challenges connected to modern or present-day urbanism, given the potential for contextualizing and broadening our perspective. Moreover, we would be glad to include the perspective of researchers dealing with larger permanent settlements not defined as cities, e.g. larger prehistoric village communities.
Proposals for papers must be sent to: ppasieka@uni-mainz.de
Deadline for the submission of paper proposals: Monday 1st March 2021
Paper proposers must include the following information:
Paper proposers should note the following:
We are looking forward to receiving your proposals. If you have any questions, please contact one of the organizers by email (see below).
Mainz Ancient Studies is part of the Gutenberg International Conference Center (GICC) at Johannes Gutenberg University Mainz (JGU). The GICC is funded through the German Research Foundation’s (DFG) university allowance in the Excellence Strategy program and aims at fostering JGU as a national and international research hub. By organizing regular conferences and workshops in fields of excellent JGU research, the GICC provides a platform to build interest networks and collaborations – to promote exchange and dialog among academics and research groups from all over the world.
Event management: Kumi Kost-Raine (Mainz Ancien Studies)
Vom 19.-20. Januar 2021 findet der Workshop „Theorizing Resilience & Vulnerability in Ancient Studies (TRAVAS)” online statt. Ziel des Workshops ist es, die interdisziplinären Diskussionen der Altertumswissenschaften zu Resilienz und Vulnerabilität zu bündeln und ein (internationales) Netzwerk zu diesen Diskursen aufzubauen. Im Mittelpunkt steht die Diskussion theoretischer Ansätze zu Resilienz und Vulnerabilität vor dem Hintergrund der Altertumswissenschaften sowie die Entwicklung tragfähiger Operationalisierungen.
Zu diesem Zweck findet der Workshop in der Zusammenarbeit der Universität Bern, des RGZM, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Swiss TAG und der AG TidA statt. Das Format ist ein englisch-deutschsprachiger Open-Space-Workshop, welcher am ersten Tag mit einer öffentlichen Keynote von Stefani Crabtree, einer Podiumsdiskussion mit Alexandra W. Busch, Gabriela W. Christmann, Stefani Crabtree, Paul Erdkamp, Cornelius Holtorf, und Patrick Sakdapolrak und einem virtuellen Aperitif startet.
Am zweiten Tag schließt der Workshop mit internen Impuls-Präsentationen von Detlef Gronenborn & Sasha Diachenko, Michael Kempf & Rüdiger Glaser, Stefan Schreiber, Sepideh Maziar, Uroš Matić, Ahana Ghosh & Tanoy Sengupta, Camellia Biswas, Astrid Johanne Nyland, und Carin Molenaar, Louise Rokohl & Manpreet Blessin (Die Titel und Abstracts sind hier zu finden) und einem World-Café der Teilnehmer*innen an und wird durch eine Plenumsdiskussion abgerundet. Organisiert wird die Veranstaltung von Caroline Heitz, Martin Hinz, Stefan Schreiber und Martin Renger; weitere Details sind unter http://resilience2020.archaeological.science/ zu finden.
am 09.12.2020 von 16.30 – 18.00 Uhr
Seit der Antike bis zum heutigen Tage werden Völker, Kulturen oder auch Ethnien unzuverlässig beschrieben. Grund hierfür sei der Zwang zur Pauschalisierung – diese Hauptthese vertritt K.-P. Hansen in seinem Text ein „Essay über einige Stationen des ‚Völkerdiskurses’“. Mehr noch gibt Hansen nicht nur einen kritischen Einblick in die Tradition des Beschreibens von Unterschiedlichkeiten und Fremden, vielmehr fragt er nach der Beständigkeit alter Stereotype, auf die auch heute noch in der Wissenschaft trotz besseren Wissens zurückgegriffen wird.

Gemeinsam mit K.-P. Hansen, emeritierter Professor für Amerikanistik an der Universität Passau und Leiter der Forschungsstelle für Kultur und Kollektivforschung an der Universität Regensburg, wollen wir der Frage nachgehen, ob und in welcher Form diese Beständigkeit auch in archäologischen Diskursen zu erkennen ist.
K.-P. Hansen, Essay über einige Stationen des „Völkerdiskurses“. Zeitschrift für Kultur- und Kollektivwissenschaft 5/1 (2019) 135-57.
Um teilzunehmen folgen Sie bitten dem folgenden LINK:
us02web.zoom.us/j/82229925051
Es handelt sich dabei um den Link zu einem ZOOM Meeting, welchem Sie entweder ohne Anmeldung und Installation von externer Software über den Browser, oder aber über die ZOOM App beitreten können. Bitte gewähren Sie sich, falls Sie damit noch keine weiteren Erfahrungen haben einige Minuten Vorlauf, damit wir pünktlich um 16.30 Uhr mit der Diskussion des Testes beginnen können.
Die Keynote Lecture des Workshops “Materialities of Challenges – Challenges of Materialities” an der JGU Mainz wird am 03. November 2020 um 19 Uhr via Zoom stattfinden.
Prof. Ian Hodder (Stanford University) wird zum Thema “Have Things put us at the Hinge of History?” sprechen.

Der Vortrag ist öffentlich und die Teilnahme ist kostenlos.
Um teilzunehmen, folgen Sie bitte folgendem Link:
Der deutsche Forschungsreisende Carsten Niebuhr wurde 1761 als Kartograph in die vom dänischen König initiierte sogenannte Arabische Reise berufen. Die während dieser Reise besuchten Gebiete umfassen unter anderem die heutigen Länder Ägypten, Saudi-Arabien, Jemen, Indien, Oman, Iran, Irak, Syrien, Türkei, Israel/Palästina und Zypern. Carsten Niebuhr überlebte die Reise als einziger und legte seine Beobachtungen zu Land und Leuten, Geographie, Fauna und Flora, aber auch den historischen und archäologischen Stätten, die er während seiner Reise besuchte und dokumentierte, in einem umfangreichen Werk nieder.

Ziel des Seminars an der Goethe-Universität Frankfurt ist es, gemeinsam mit dem Landesmuseum Dithmarschen eine Ausstellung über die Arabische Reise Carsten Niebuhrs zu konzipieren und umzusetzen. Besonderes Augenmerk soll dabei auf der Frage liegen, wie sich unsere heutigen archäologischen Erkenntnisse zu den von Niebuhr besuchten Stätten verhalten und wie seine damaligen Beobachtungen wissenschaftlich einzuordnen sind. Das Seminar bietet Studierenden ab dem 4. Fachsemester aller archäologischen Fächer an den Universitäten des Verbunds der Archäologien Rhein-Main (VARM) die Möglichkeit, erste praktische Erfahrungen in der Museumsarbeit zu sammeln und damit die Grundlagen für ein mögliches späteres Berufsfeld zu legen.

Das Seminar findet ab Mittwoch, den 11.11.2020, als asynchrones Online-Seminar statt. Das heißt, jede Woche wird eine neue Lerneinheit online gestellt, welche dann im Laufe einer Woche bearbeitet werden kann. Zu Beginn des Seminars (11.11.2020) gibt es ein Zoom-Meeting zum allgemeinen Kennenlernen und für organisatorische Fragen.
Interessierte melden sich bitte bei Stephanie Döpper (doepper@em.uni-frankfurt.de).
Gerne laden wir auch am 14.10.2020 von 16.30 – 18 Uhr zum virtuellen VARM-Theorie-Lesezirkel ein.
Gelesen wird dieses Mal ein Text des Amerikanisten Klaus P. Hansen.
Klaus P. Hansen, Die Balance von Integration und Individualität. Zeitschrift für Kultur- und Kollektivwissenschaft 3/1, 2015, 9–28. Online: doi.org/10.14361/zkkw-2017-0103

Klaus P. Hansen, emeritierter Professor für Amerikanistik an der Universität Passau, widmet sich seit mehreren Jahrzehnten der Forschung zu Kollektiven. In der ur- und frühgeschichtlichen Archäologie wurde seine Forschung vor allem durch seinem Aufsatz Kultur und Kollektiv: Eine essayistische Heuristik für Archäologen (2009) rezipiert und sein Begriff des Kollektivs zur Loslösung von vorinterpretierenden Begriffen wie Klan, Sippe, Familie, Bestattungsgemeinschaft etc. herangezogen. Im Artikel zur Balance von Integration und Individualität präzisiert Hansen seinen Kollektivbegriff, indem er ihn mit den Konzepten der individuellen Sozialisation, der Vergesellschaftung und der Akkulturation diskutiert. Wir wollen fragen, ob und inwieweit Hansens Kollektivbegriff für archäologische Fragestellungen und Interpretationen übertragbar ist.
Um teilzunehmen folgen Sie bitten dem folgenden LINK:
us02web.zoom.us/j/85313307462
Es handelt sich dabei um den Link zu einem ZOOM Meeting, welchem Sie entweder ohne Anmeldung und Installation von externer Software über den Browser, oder aber über die ZOOM App beitreten können. Bitte gewähren Sie sich, falls Sie damit noch keine weiteren Erfahrungen haben einige Minuten Vorlauf, damit wir pünktlich um 16.30 Uhr mit der Diskussion des Testes beginnen können.
Wir freuen uns über Besuch!
am 09.09.2020 von 16.30 – 18 Uhr

Die Altertumswissenschaften sind nicht nur die Wissenschaften des kulturell, sondern auch des zeitlich Fremden. Sind diese Differenzen aber überbrückbar und inwiefern helfen dabei eher universalistische Ansätze? Am Beispiel der Forschung zur Universalität von Emotionen wollen wir uns diesem komplexen Thema nähern. Da Emotionen den „Dreiklang von Gefühl, körperlicher Reaktion und gegenüber Mitmenschen gezeigtem Ausdruck“ umfassen, lässt sich daran die Vielschichtigkeit der Universaliendebatte gut fassen. Als Gast haben wir den Ethnologen Christoph Antweiler (Bonn) eingeladen, der in dieser Zeit Fellow des RGZM ist. Gemeinsam wollen wir mit ihm seinen Text „Zur Universalität von Emotionen“ diskutieren.
C. Antweiler, Zur Universalität von Emotionen. Befunde und Kritik kulturvergleichender Ansätze. In: T. L. Kienlin/L. C. Koch (Hrsg.), Emotionen – Perspektiven auf Innen und Außen. Universitätsforschungen zur prähistorischen Archäologie 305 (Bonn 2017) 125–147.
Um teilzunehmen folgen Sie bitten dem folgenden LINK:
us02web.zoom.us/j/85130384526
Es handelt sich dabei um den Link zu einem ZOOM Meeting, welchem Sie entweder ohne Anmeldung und Installation von externer Software über den Browser, oder aber über die ZOOM App beitreten können. Bitte gewähren Sie sich, falls Sie damit noch keine weiteren Erfahrungen haben einige Minuten Vorlauf, damit wir pünktlich um 16.30 Uhr mit der Diskussion des Testes beginnen können.

Sorting Things Out ist ein Grundlagenwerk für die reflexive Forschung zu Klassifikationssystemen. Geoff Bowker (Professor für Informatik) und Susan Leigh Star (Professorin für STS) zeigen darin die Allgegenwart von Klassifikationen auf und untersuchen deren soziale und ethische Auswirkungen an vier Fallbeispielen, der Internationalen Klassifikation der Krankheiten der WHO sowie der Klassifikation von Viren und der Tuberkulose, der Pflegemaßnahmenklassifikation NIC und der Rassenklassifikation des Apartheidregimes in Südafrika. Das Werk schließt z.T. an Leigh Stars Ausführungen zum Konzept der Boundary Objects an, die wir im Lesezirkel im Juni diesen Jahres besprochen haben.
Wichtigster Schritt zur Analyse von Klassifikationsprozessen ist die Erforschung der Infrastrukturen (Leigh Star war besonders in der Infrastrukturforschung aktiv), welche Klassifikationen in ihrer sozial-, wissens- und wissenschaftshistorischen Einmaligkeit ermöglichen. Infrastrukturen lassen sich methodologisch fassen, indem etwa das Netz der Klassifikationen, ihre technischen Vorrichtungen, ihre Textualität, die Lücken, die sie hinterlassen, sowie ihre historische Bedingtheit untersucht werden.
Wir wollen Textpassagen aus der Einleitung (S. 1-16 und 31-32), dem ersten (S. 33-50) und dem zehnten Kapitel (S. 319-326) lesen und über die Möglichkeit und Notwendigkeit der Reflektion von archäologischen Klassifikationen diskutieren, seien es eigene Klassifikationen oder die anderer Forschender, fachgeschichtlich alte oder neuere, computergestützte Klassifikationen.
In diesem Monat werden wir folgenden Text lesen:
Geoffrey C. Bowker/Susan Leigh Star, Sorting Things Out. Classification and its Consequences (Cambridge (Mass.)/London 2000.
Um teilzunehmen folgen Sie bitten dem folgenden LINK:
us02web.zoom.us/j/89482384456
Es handelt sich dabei um den Link zu einem ZOOM Meeting, welchem Sie entweder ohne Anmeldung und Installation von externer Software über den Browser, oder aber über die ZOOM App beitreten können. Bitte gewähren Sie sich, falls Sie damit noch keine weiteren Erfahrungen haben einige Minuten Vorlauf, damit wir pünktlich um 16.30 Uhr mit der Diskussion des Testes beginnen können.